75 KW Anlage Wirtschaftlichkeit

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Moderator: Stulle

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Kohl
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Beitrag von Kohl »

Also Svenson,
wenn Du wirklich der Meinung bist, dass Politiker sich was bei ihren Entscheidungen denken, mußte Du noch einges lernen :!:
Zuletzt geändert von Kohl am 20.06.2011, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
Wer wenn nicht wir ?
Wann, wenn nicht jetzt?
Svenson
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Beitrag von Svenson »

strike hat geschrieben:Halt mal die Füße still! Ich habe dich nur darauf hinweisen wolllen, dass man Entscheidungen auf dem Betrieb selber treffen soll. Dieser zitierte Satz disqualifiziert dich eigentlich, und du mußt dann nicht das prahlen anfagen, was du mit deinen 28 Jahren schon alles entschieden hast!
Dieser Satz dirsqualifiiert mich? Nun gut, wollte auch nicht das prahlen anfangan, klang vielleicht ein bisschen überheblich, tut mir leid, aber lag vielleicht daran, das ich mich ein wenig persönlich angegriffen gefühlt habe. Vergessen wirs am besten einfach.
Vielen Dank für die Info's.
charlyjoe
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Beitrag von charlyjoe »

Kohl hat geschrieben:Also Svenson,
wenn Du wirklich der Meinung bist, dass Politiker sich was bei ihren Entscheidungen denken mußte Du noch einges lernen :!:
:!: :!: :!:
schwaiger
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Beitrag von schwaiger »

Hallo!
Ich beschäftige mich auch mit einer 75 kW Anlage.

Was mich brennend interessieren würde: Kann man vorhandene Gruben als Endlager nutzen? Kann man vorhandene Fahrsilos nutzen?
Vielleicht hat jemand Erfahrungen diesbezüglich.

Ich denke auch man sollte in dieser Größenordnung so einfach wie möglich bauen (nur ein Behälter, einfachste Einbringtechnik usw. wie beschrieben)

Am besten wäre natürlich wenn man Mist (In meinem Fall Rindermist) nutzen kann als "Gülleanteil". das reduziert den Maisanteil erheblich und somit auch die Kosten.
Weiß jemand wie Mist definiert ist? (Ich denke da an den Strohanteil)
Wird doch nicht nach GV im Stall nachgerechnet, sondern über die Waage gefahren!?
Dieselbe Frage stellt sich mir bei Gülle: hier ist es doch üblich das Regenwasser einzuleiten um eine bessere Verträglichkeit zu errreichen, was aber natürlich die Menge erhöht. Ist halt dann Gülle mit nur 5% TS.

Wer überprüft sowas?

Ich würde mich über Antworten freuen!

mfg, Schwaiger
Wade
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Beitrag von Wade »

"Nicht als Gülle für die Anrechung auf den
geforderten Anteil von 80 Masseprozent gelten Geflügelmist, Geflügeltrockenkot, Pferdemist und
Schafmist."

Rindermist sollte zu den 80% gezählt werden.
Entweder du fährst über die Waage, aber es wird auch mit Faustgrößen verglichen. Gibt ja genug Werte wie viel Gülle bei wie viel GV anfallen. Das sind dann normal die Werte die angenommen werden. Ich versteh nur nicht warum die da Schafmist ausgeschlossen haben? Zu kleine Lobby? ^^

Mir fällt auch kein Grund ein warum du vorhandene installationen nicht nutzen kannst... Wenn nen Fahrsilo vorhanden ist eifnach nutzen solange es den Auflagen entspricht (Sickerwasser etc).
Latz
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Beitrag von Latz »

Also bei uns müssen alle Behälter der Anlage mit Leckagefolie ausgestattet sein, auch das Endlager.

Bestehende Behälter ohne diese Ausrüstung dürfen nicht für Biogas verwendet werden!

Baut man jetzt aber einen Behälter nur für die Viehhaltung reicht eine einfache Aufkantung am Behälterrand zur Leckageerkennung. Dieser darf später aber nicht für Biogas verwendet werden.

Warum weiß kein Mensch! :?:
Muensterlaendler
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Beitrag von Muensterlaendler »

Hallo,

ich wollte dieses Thema wieder hochholen, weil wir auch vor der Frage stehen, 75kw reine Gülle, Mist Biogasanlage zu planen.
Nachdem wir uns Ende 2011 wegen Zeitdruck gegen Biogas und für Photovoltaik entschieden hatten, würde uns die momentane Situation hinsichtlich Erfahrungen interessieren.
Wie ich mich so reingelesen habe, scheinen große Mengen Mist nicht mehr das Problem zu sein.
Ausgangspunkt sind 3500cbm Schweine, Rindergülle und 2000 t Schweine und Rindermist von unserem Betrieb und einem Nachbarbetrieb.
Nach Auskunft meines Bankberaters wurde bisher kein wirklich rentables Projekt im 75 kw Bereich vorgelegt, aber Anfragen würden mehr.
Schweine und Geflügelställe hier im Umkreis nicht mehr möglich (oder nicht mehr rentabel zu bauen).
Wie ist so die grundsätzliche Meinung oder wenn möglich Erfahrung?

Viele Grüße
M.
papp
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Beitrag von papp »

Einige Antworten von damals sind im NRM verschwunden.

Denk mal dass sich sowas nur in Kombination zu einer sowieso nötigen Lagerkapazitätserweiterung rentiert. Wenn also eh ein grösseres Güllelager gebaut werden muss, weshalb sollte man es dann nicht thermisch isolieren und mit ner Leckagefolie etc "basteln".
Soweit sind fast alle Anbieter baugleich, das was danach kommt unterscheidet sich stark.
"Les promesses n'engagent que ceux qui y croient"
Wade
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Beitrag von Wade »

Für sich alleine macht so eine kleine Anlage meist keinen Sinn, vor allem wenn man viel Inputsubstrat zukaufen muss.

Aber in Kombination mit dem bestehenden Betrieb schon. Endlager muss nicht zusätzlich gebaut werden sondern bestehende Pötte genutzt werden. Ab 2018 braucht man auch eine 4-monatige Lagerdauer für Festmist, also muss dann eh ne Mist/Siloplatte her... Oder man nutzt hier auch bestehende Silos.

Wenn du bestehende Endlager hast, schätz ich die Baukosten auf ~400.000€. Die Gülle macht das Handling des Mists wesentlich einfacher. Für 75kW brauchst noch paar hundert Tonnen Biomasse, aber da werden sich schon nen paar ha Wiese oder Mais finden.

Ich würde mir mal ein paar Angebote einholen, sollte aber rentabel zu betreiben sein.
Muensterlaendler
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Beitrag von Muensterlaendler »

Danke schon mal,

vorhandene Güllebehälter nähern sich ihrem baulichem Ende zu und würden nicht als Gärrestelager annerkannt werden. Gärrestelager neu dann mit Zeltdach. Trafo mit Reserve ist vorhanden, Inputstoffe müssen nicht zugekauft werden, mehr Bullengülle und Mist ist in direkter Nähe in größeren Mengen verfügbar.
Kosten entstehen halt für das ausbringen der gebrachten Wirtschaftsdünger auf deren Feldern. (die im Umkreis von 1,5 km um unserem Betrieb liegen und größtenteils (Gülle) sowieso von mir als Nachbarschaftshilfe mit Schleppschläuchen ausgebracht wird)
Sorgen hat mir bisher der hohe Mistanteil im Fermenter gemacht, aber scheint ja kein Problem mehr darzustellen.

Gruß,
M.
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