| Entschefelung mit Luft - was hat sich bewährt?
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f-mate Identität bekannt

Anmeldedatum: 01.02.2005 Beiträge: 82 Wohnort: Budapest, Ungarn
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Verfasst am: 24.02.2010, 14:38 Titel: |
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OFF: Ich wollte niemanden mit meiner Meinung beleidigen, aber hier, im Forum sind eher solche Anlagenbetreiber, die sich fürs Thema interessieren, und eine eigene Anlage betreuen, deswegen brauchen so eine Entschwefelung nicht unbedingt - aber es gibt Anlagen, mit Angestellten, die nur das machen, was notwendig ist, mehr nicht. Wir planen für große ex-kommunistische landwirtschaftliche Betriebe, die Mitarbeitern kümmern sich überhaupt nicht um die BGA, für denen ist es egal, ob etwas ganz aufgedreht ist, oder nicht, auch wenn mann es braucht oder nicht. Mit der Entschwefelungs-Steuerung die in der Anlagensteuerung eingebunden ist, können wir per Fernwartung täglich einloggen, und die Werte prüfen, ich kann es sehen, wie z.B. die Entschwefelung läuft. Ich muss niemand anrufen und fragen, warum so oder so, wieso habt ihr so viel Luft im Gasraum, drehe zurück, usw. Aus einer Entfernung von 250 km ist die Fuzzy Logic bequemer, und so lange, bis ich für die BGA hafte, mindenstens 2 Jahre lang, dann möchte ich viele Störungsquellen ausschliesen. Danach ist es mir egal, was die mit der Anlage machen.
ON |
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Lenkgiraffe Identität bekannt

Anmeldedatum: 27.08.2009 Beiträge: 105 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 24.02.2010, 14:56 Titel: |
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Gibt es denn keine gesicherten Werte und Erfahrungen darüber, dass bei einer automatischen Lufteinblasung die Gaswerte verbessern?
Oder wenn ich permanent zuviel Luft einblase bestimmte Werte schlechter sind?
Eine zu hohe, aber auch zu niedrige Konzentration an Sauerstoff wirkt sich doch auf den Prozess bzw. die Gasqualität aus.
Gruß |
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TT-Hase Identität bekannt


Anmeldedatum: 26.03.2006 Beiträge: 913
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Verfasst am: 24.02.2010, 19:03 Titel: |
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Also ich messe auf meiner Anlage seid Jahren in etwa die gleiche Menge O2 und auch H2S differiert nicht in dem Maße das es sich lohnen würde was dran rum zu stellen. Obwohl ich mit dem Futter teilweise doch recht rumschmeiße.
Aber das mit der Schwefelhemmung würde mich noch interessieren.  |
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Lenkgiraffe Identität bekannt

Anmeldedatum: 27.08.2009 Beiträge: 105 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 24.02.2010, 20:29 Titel: |
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Vielleicht liest ja ein Chemiker oder Mitarbeiter von der Fa. Awite mit und klärt uns auf.
Das Thema liegt mir echt.
Gruß |
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papp Identität bekannt

Anmeldedatum: 29.12.2005 Beiträge: 1154 Wohnort: Ausland
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Verfasst am: 24.02.2010, 21:17 Titel: |
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Wir haben das Awitegerät und blasen in jeden Fermenter und Nachgärer Luft ein. Die automatische Regelung ist nicht installiert.
Was ich festgestellt habe ist dass steigende H2-Werte eigentlich immer, mit einer zeitlichen Verzögerung, zu steigenden Schwefelwerten führen.
Demnach dürfte eine, wie auch immer geartete, Prozessstörung Einfluss auf die Schwefelwerte im Gas haben. |
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michael MOD

Anmeldedatum: 25.01.2005 Beiträge: 749 Wohnort: Mittelfranken
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Verfasst am: 24.02.2010, 23:22 Titel: |
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| könnte auch mit an der querempfindlichkeit der sensoren liegen. |
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Schlattmann MOD


Anmeldedatum: 03.11.2004 Beiträge: 653 Wohnort: Freising
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Verfasst am: 25.02.2010, 15:27 Titel: |
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| papp hat Folgendes geschrieben: |
Was ich festgestellt habe ist dass steigende H2-Werte eigentlich immer, mit einer zeitlichen Verzögerung, zu steigenden Schwefelwerten führen.
Demnach dürfte eine, wie auch immer geartete, Prozessstörung Einfluss auf die Schwefelwerte im Gas haben. |
Das ist mir damals bei den 3.5 m³-Fermentern auch aufgefallen. Der H2S-Peak liegt immer s ca. 4-6 Stunden hinter dem H2-Peak.
Vielleicht kann ich da noch eine Grafil dazu machen.
Ich erkläre mir das dadurch, dass die sulfatreduzierenden Schwefelbakterien ja H2 benötigen (und hier auch den H2 den Methanbakterien "wegschnappen" und in Konkurrenz zur Methanbildung stehen).
Mehr H2 -> gesteigertes Wachstum der Sulfatreduzierer -> vermehrte Bildung von H2S. Natürlich nicht sofort, sondern zeitlich versetzt. _________________ MfG, Markus Schlattmann
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...never touch a running system... |
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TT-Hase Identität bekannt


Anmeldedatum: 26.03.2006 Beiträge: 913
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Verfasst am: 25.02.2010, 20:03 Titel: |
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Hab mich jetzt mal ein bisschen rumgelesen.
Ab 500 ppm soll Schwefel hemmend wirken also ist Lufteinblasen nur in Nachgärer nur bedingt empfehlenswert. Bei Substraten mit hohem Schwefelinput wie Gülle und Mist auf jeden Fall in den Fermenter auch ist meine Meinung. |
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Jens
Anmeldedatum: 25.12.2007 Beiträge: 68 Wohnort: Ihausen
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Verfasst am: 13.07.2010, 11:22 Titel: |
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...so langsam fügt sich eine Info in die andere...
wenn die H2S-Bildner das H2 den Methanbildnern wegschnappen, dann muss man doch am besten vor diesem Vorgang mit Eisen entschwefeln um mehr Methan zu haben. Denn man geht doch mittlerweile davon aus, dass die Gasbildung aus H2+C gar nicht so wenig ist.
Da bei mir die Lufteinblasung nicht ausreichend ist und den Schwefel für die Biologie schon gleich binden möchte, stellt sich die Frage nach den entsprechenden Mitteln.
Flüssiges EisenII-Clorid habe ich gehabt, geht sehr gut, findet nur die Gewerbeaufsicht nicht so toll (Doppelwandige Tanks usw.)
Daher würden wir gerne ein Pulver einsetzen.
Ist denn alles FE3CL pulverförmig ? Ich habe gesehen, dass man bei großen Chemiehändlern einfach Fe3Cl bestellen kann. Wäre dass das gleiche wie z.B. Ferrosorp ?
Oder gibt es andere Alternativen ? Was ist mit Wasserwerken, die Eisen abfiltern ? Kann man sowas auch nehmen ? Wer hat da evtl. Erfahrungen ? |
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gadget Identität bekannt

Anmeldedatum: 27.11.2006 Beiträge: 228 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 15.07.2010, 17:29 Titel: |
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| Jens hat Folgendes geschrieben: |
wenn die H2S-Bildner das H2 den Methanbildnern wegschnappen, dann muss man doch am besten vor diesem Vorgang mit Eisen entschwefeln um mehr Methan zu haben. Denn man geht doch mittlerweile davon aus, dass die Gasbildung aus H2+C gar nicht so wenig ist.
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Das Problem ist nicht die Konkurrenz H2S - H2 Bildner, sonder die Angewohnheit von Schwefel alle Spurenelemente auszufällen (Sulfitbildung oder wars Sulfat?) ) und sie somit den Bakterien wegzunehmen.
Zum Schluß schwimmen die nur noch in sowas ähnlichem wie destilliertem "Wasser". |
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