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Reaktorsystem nach Kuhmagen-Art

 
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Reaktorsystem nach Kuhmagen-Art
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gerni82



Anmeldedatum: 20.06.2009
Beiträge: 10


BeitragVerfasst am: 18.02.2010, 12:58    Titel: Reaktorsystem nach Kuhmagen-Art Antworten mit Zitat

Hab gerade im Magazin "Ernerbare Energien" einen Artikel mit dem Title "Reaktorsystem nach Kuhmagen-Art" gelesen.
Angeblich haben die einen Biogasanlagentyp mit drastisch verkürzten Verweilzeiten bei besserer Substratausnutzung und Einsatzmögklichkeit für zellulosehaltige Stoffe gebaut. Möglich werden soll das durch den Einsatz eines Vorreaktors, in dem Pansenbakterien von Widerkäuern arbeiten. Diese sollen Langkettige Verbindungen aufknacken, die gaknackten Verbindungen werden dann wie in einer normalen BGA zu im zweiten Reaktor zu Methan.
Hier mal die HP der Forschungsgesellschaft: --->[*LINK*: Der Link wird eingeloggten Usern angezeigt]
Was haltet IHr davon? Wäre doch zu schön um wahr zu sein...
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gerni82



Anmeldedatum: 20.06.2009
Beiträge: 10


BeitragVerfasst am: 18.02.2010, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hab den Artikel gerade online gefunden:

--->[*LINK*: Der Link wird eingeloggten Usern angezeigt]
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Latze



Anmeldedatum: 17.10.2008
Beiträge: 84
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

Cellulose allgemein war doch noch nie ein Problem, jede normale Hydrolysestufe und jede BGA mit längerer Verweilzeit kann die knacken. Das Problem ist meines Wissens die Lignocellulose, und an die kommt auch das gute Rind nicht ran...
- und Panseninhalt wird an jeder zweiten Abfall BGA eingesetzt!

wenn ihr mich fragt:
...das wäre zu schön gewesen...
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asterix



Anmeldedatum: 21.05.2010
Beiträge: 1


BeitragVerfasst am: 21.05.2010, 08:33    Titel: Antworten mit Zitat

habe zum Thema 1993 promoviert. Seinerzeit haben wir Biertreber als Substrat verwendet und Panseninhalt als Starterkultur. In einer kontinuierlichen Laboranlage funktioniert das tatsächlich, sogar mit Pappe und Altpapier als Kosubstrat. Unsere Abbauraten lagen je nach Kosubstrat bei 80 - 90 % bezogen auf die organische Trockensubstanz bei einer Verweilzeit von 14 Tagen, davon 3 Tage für Hydrolyse und Versäuerung. Mit dem derzeitigen Stand der Technik in Biogasanlagen ist das äusserst schwierig zu realisieren.
Seinerzeit haben wir auch darüber spekuliert, inwieweit man das Verdauungssystem der Kuh in Anlagentechnik umsetzen kann. Es ist nach wie vor sowohl material- und werkstoffltechnisch als auch verfahrenstechnisch eine Herausforderung.
Aber man sollte das Thema mal wieder aufgreifen.
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gerni82



Anmeldedatum: 20.06.2009
Beiträge: 10


BeitragVerfasst am: 22.05.2010, 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

asterix hat Folgendes geschrieben:
habe zum Thema 1993 promoviert. Seinerzeit haben wir Biertreber als Substrat verwendet und Panseninhalt als Starterkultur. In einer kontinuierlichen Laboranlage funktioniert das tatsächlich, sogar mit Pappe und Altpapier als Kosubstrat. Unsere Abbauraten lagen je nach Kosubstrat bei 80 - 90 % bezogen auf die organische Trockensubstanz bei einer Verweilzeit von 14 Tagen, davon 3 Tage für Hydrolyse und Versäuerung. Mit dem derzeitigen Stand der Technik in Biogasanlagen ist das äusserst schwierig zu realisieren.
Seinerzeit haben wir auch darüber spekuliert, inwieweit man das Verdauungssystem der Kuh in Anlagentechnik umsetzen kann. Es ist nach wie vor sowohl material- und werkstoffltechnisch als auch verfahrenstechnisch eine Herausforderung.
Aber man sollte das Thema mal wieder aufgreifen.


könntest du uns mehr über das thema erzählen?
wo liegen die probleme beim übertragen vom labor- auf den praxismaßstab?
wenns im labor geht sollte es doch auch in ner Anlage funktionieren???
kann man deine promovierungsunterlagen einsehen - fänds mal interessant sie durchzublättern...
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